Urlauber müssen für versehentliche Doppelbuchung nicht zahlen

Urlauber müssen für eine versehentliche Doppelbuchung nicht zahlen. Wie die Richter des Landgerichts Frankfurt entschieden haben, kann ein Veranstalter nicht darauf bestehen, dass der Kunde die Kosten einer Reise trägt, wenn diese versehentlich doppelt gebucht wurde. Das entsprechende Urteil ist im Aktenzeichen 2-24 S 40/11 nachzulesen. In dem aktuellen Fall buchte ein Kunde im Internet eine Reise für sich und seine Familie bei einem Veranstalter. Die Reise führte nach Hurghada in Ägypten.

In einem Reisebüro buchte er am gleichen Abend erneut eine Reise in dem gleichen Hotel in einem fast gleichen Zeitraum. Von Seiten des Veranstalters wurde eine Stornogebühr für eine der beiden Reisen erhoben. Diese Stornogebühr wurde von Seiten der Richter nun jedoch als unredlich zurückgewiesen. Wie die Richter erklärten, verstößt es gegen Treu und Glauben des Bürgerlichen Gesetzbuchs, wenn der Veranstalter davon ausgeht, dass an beiden Reiseverträgen festgehalten wird.

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